Dead or Alive 4 Xbox 360 Review
Besser spät als nie: Obwohl Dead or Alive 4 eines der ersten Xbox 360 Spiele war, ist es auf dieser Seite leider nie zu einem Test gekommen. Kommt Zeit, kommt Test, dachten wir und liefern hiermit gerne das Review zum Prügelspiel nach. Ob Version 4 der DOA Serie nur ein aufpolierter Vorgänger ist, oder echte Neuerungen bietet, erfahrt ihr im nachfolgenden Text.
Zwar möchten wir neugierige DOA-Fans nicht abschrecken, aber so viel sei vorausgeschickt: Wer den Vorgänger kennt, lernt in diesem Spiel nicht viel Neues. Zwar gab es noch nie ein Dead or Alive Spiel, dass so viele Kämpfer mit so hervorragender Grafik kombiniert hat, aber an Modi oder gar Innovation hat das Game auf keinen Fall gewonnen.
Prügeln in HD und 60 Herz
Wer die Serie noch nicht kennen sollte, hier eine kurze Beschreibung: Dead or Alive ist ein klassisches Prügelspiel, das individuelle und interessante Charaktere mit herausragender
Spielbarkeit verbindet. Jede Figur hat ihre eigene Story und ihren eigenen Kampfstil. Das macht es einerseits natürlich einfach, eine Lieblingsfigur zu finden, andererseits ist es cooler, gegen Freunde mit demselben Kämpfer anzutreten. Logischerweise gibt es für gewisse Schläge oder Spezialattacken auch entsprechende Abwehrschläge, so dass das Game nicht nur auf purem Joystick-Prügeln, sondern auch etwas Kreativität beruht. Allgemein ist das Spiel deutlich schneller geworden, was Anfängern den Einstieg etwas erschwert. Nebst den bekannten Gesichtern wie Kasumi, Zack oder dem Drunken Master, spielen auch neue Figuren eine Rolle: Der Muskelberg Leon etwa oder die Wrestlerin La Mariposa. Mit viel Lorbeeren im Voraus wurde die Master Chief-Figur bedacht, unter deren Panzerung eine Frau steckt - diese bekommt man jedoch während des Spiels nicht zu Gesicht. Dead or Alive 4 unterstützt natürlich High Definition und benötigt in der PAL Version gar einen Fernseher mit 60 Herz, also vor dem Kauf zuerst den TV checken. Wer HD hat, sollte aber mit den 60 Herz sowieso keine Probleme haben.
Gewaltiger Detailreichtum
Das Portieren des Games in High Definition hat sich bei DOA auf jeden Fall gelohnt. Die Spielfiguren sind unglaublich flüssig animiert, extrem detailreich und sehen auch bei schnellen
Combos und rasanten Kamerafahrten stets gut aus. Einzelne, kleine Clippingfehler (wenn sich Texturen überlagern) trüben das grafische Bild kaum, zumal besonders auch die Arenen immer wieder für offene Münder sorgen. Wie immer sind die Kampfarenen sehr interessant gestaltet worden und zeugen von Abwechslungsreichtum: Egal ob man sich auf dem Marktplatz, einem Raumschiff oder dem Vegas Strip prügelt, die Lichteffekte und Details der Plätze sind spektakulär. Wie schon zu guten alten Zeiten bei One Must Fall gibt es in vielen Arenen auch interaktive Elemente wie Elektrizität oder Feuer, dass den Kämpfern gefährlich werden kann. Auch Tiere oder gar Saurier kommen vor.
Modi und Fights
Wie erwähnt, bietet Dead or Alive 4 kaum Neues. So sind nebst dem obligaten Story Modus wiederum Time Attack, Survival, Team Battle, Versus und Sparring mit an Bord. Sie ändern am Spielprinzip jedoch kaum etwas, so dass sie eher dazu dienen, den User
nach dem Beenden des Story Modus noch etwas weiter zu unterhalten. Etwas nervenzerrend ist der Survival Modus, der den Spieler solange mit Gegnern traktiert, bis dieser am Boden liegt. Sparring ist das normale Training, Versus das normale Duell gegen einen beliebigen Gegner (auch im Mehrspielermodus) und Time Attack bedeutet, dass der Spieler möglichst schnell sämtliche Gegner besiegen muss. Insgesamt etwas enttäuschend, da mit der Grafik und der gelungenen, schnellen Steuerung die Basis für mehr vorhanden gewesen wäre.
Ab ins Netz!
Online lässt es Dead or Alive 4 noch einmal so richtig krachen. Sämtliche Spielemodi des Singeplayermodus gibt es auch online, zudem wurde ein augeklügeltes Lobby-System eingebaut. Die Lobby hat das Ziel, den Spieler in Form eines Avatars auf andere
Mitspieler treffen zu lassen. Nach ein paar Worten kann man sich dann an der Theke zu einem Match verabreden. Zuerst stehen nur eine Ninja-Figur sowie 10′000 Credits zur Verfügung. Damit kann man sich bei anderen Lobbies einkaufen, denn nur die, welche man besitzt, können auch für eigene Kämpfe genutzt werden. Noch ein Wort zur Schwierigkeit: Online finden sich die echten DOA Profis. Wer also mit grossen Erwartungen und dem Training aus dem Story Modus online geht, wird schnell eines Besseren belehrt. Aber bekanntlich stärken Herausforderungen den Charakter
Fazit
Dead or Alive 4 ist ohne Zweifel das beste Spiel der Serie, nicht zuletzt auch aufgrund der Grafik. Die Entwickler haben im technischen Bereich fast alles richtig gemacht: Satte Optik, mitreissender Sound, gute Steuerung. Dass der Onlinemodus manchmal etwas ruckelt, muss man leider verkraften - mit einem Update wirds schon klappen.
Die interessante Story mit den vielen und zum Teil versteckten Kämpfern macht wirklich Laune und lehrt einen, gegen verschiedene und sehr unterschiedliche Gegner zu kämpfen. Das Gameplay ist dabei sehr schnell und sorgt dafür, dass man schnell wie ein 12jähriger beim ersten Ballerspiel vorkommt: Verschwitzt, mit einem Tennisarm, aber glücklich.
Screenshots gibts hier!

USK: ab 16
PEGI: 16+
Multiplayer: 16 Spieler
Sprache: Deutsch
Preis: CHF 89.-
Off.Website: Tecmogames.com
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