Wireless Racing Wheel Review / Test

Wireless Racing Wheel ReviewFreude herrschte, als Microsoft das Wireless Racing Wheel für die Xbox 360 vorstellte. Nebst hochauflösenden Grafiken, tollem Sound und gutem Gameplay konnte man jetzt endlich auch die Atmosphäre eines schnellen Flitzers ins Wohnzimmer holen. Dann die Überraschung: knapp CHF 200.- bzw. EUR 125 für ein Lenkrad? Da bekommt man ja gleich die Konsole in der Core Version auf eBay! Doch hinter dem hohen Preis verbirgt sich keine Abzocke, sondern Qualität - so lautet das Fazit unseres Tests.

Die Einsatzmöglichkeiten sind klar: Zahlreiche Rennspiele warten darauf, nicht per ödem Controller, sondern via Racing Wheel kontrolliert zu werden. Dass das Lenkrad dabei sogar kabellos sein sollte, war ein echter Anlass zum Jubeln. Mittlerweile haben wir das Gerät auf Herz und Nieren getestet. Viel Positives, einiges an Zwielicht und ein Fazit, dass sich alle Rennspiel-Fans zu Herzen nehmen sollten.

Design und Ausstattung
Wireless Racing Wheel ReviewDas Wireless Racing Wheel wird im klassischen Xbox 360 Design geliefert. Weiss dominiert, die Formen sind einigermassen schlicht und gefallen. Das Lenkrad selbst ist ziemlich dick und erinnert damit stark an ein Sportlenkrad - so soll es doch sein. Nebst dem Rad an sich liefert Microsoft auch noch die Pedale mit (Gas/Bremse) sowie eine Halterung, falls man das Lenkrad am Tisch festmachen möchte. So viel Luxus ist man sich normalerweise nicht gewöhnt und taxiert das viele Zubehör mit freundlichem Nicken. Das Lenkrad besitzt einen Xbox Live Knopf, Renn-Schalthebel, die XYAB Knöpfe sowie den Vierweg-Button des normalen Controllers. Zusätzlich wird (allerdings nicht bei allen Packung, “solange Vorrat”) eine Version von Project Gotham Racing gleich mitgeliefert. In Punkto Ausstattung punktet Microsoft also auf der ganzen Linie.

Verarbeitung
Wireless Racing Wheel ReviewDas ganze Produkt macht einen sehr stabilen und massiven Eindruck. Kein Wunder war das Paket so schwer :) Lenkrad, Pedale und auch die Halterung bestehen mehrheitlich aus Plastik und Kunststoff, sind aber schwer gebaut und wirken deshalb sehr resistent gegen Gebrauchsschäden. Das muss auch so sein, denn der enthaltene Force Feedback Motor ist sehr stark und würde ein billiges Rad wohl schnell in die Einzelteile zerlegen.

Anschluss und Installation
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. War das Produkt abgesehen vom eher hohen Preis bisher Wireless Racing Wheel Reviewabsolut tadellos, zeigen sich in Punkto Gameplay und Usability leider schwächen. Beginnen wir bei der Installation. Das Lenkrad wird mit einer vorbildlichen Anleitung (inkl. Bildern, Kurzanleitung) geliefert, so dass auch Laien perfekt verstehen. Jetzt kommt aber der Clou: Das Wireless Racing Wheel wird entweder mit normalen Batterien betrieben (ebenfalls dabei) oder über ein Stromkabel. Nicht weiter tragisch, denkt man sich - logo mit Batterien, sonst ist es ja nicht mehr wireless. Stimmt, nur leider geht die Logik nicht ganz auf. Im Batterie-Modus muss man nämlich auf das Force Feedback verzichten, was das Rad etwa so interessant macht wie einen Besuch im Altersheim. Nur mit direktem Stromzugang entfaltet der Force Feedback Motor seine volle Kraft. Kurz: Hier hat sich Microsoft einen Patzer geleistet. Kabellos hin oder her, ohne Stromanschluss ist das Rad sein Geld leider nicht wirklich wert.

Usability
Gespielt wird entweder mit dem Lenkrad auf dem Schoss oder mit dem Lenkrad an einem Tisch Wireless Racing Wheel Reviewbefestigt. Wir empfehlen, das Rad an einem Tisch festzumachen, die Halterung wird ja mitgeliefert. Sonst hält man den starken Druck und die wilden Lenkmanöver mit dem schweren Gerät auf den Beinen leider kaum lange aus. Zudem ist es auch besser, wenn man sich am Rad (und damit am Tisch) festhalten kann, so entlastet man die Füsse beim Gas-Geben und Bremsen. Ausserdem werden die Pedale mit dem Lenkrad über ein Netzwerk Kabel verbunden, dass beim normalen Betrieb auf den Beiden einfach nur stört.
Im Test mit diversen Games präsentierte sich das Lenkrad mehrheitlich von einer angenehmen Seite. Gerade Project Gotham Racing wird so richtig zum Süchtigmacher, da man sich von den Pedalen kaum mehr losreissen kann. Andere Spiele zeigten kleinere Mängel, so etwa Need for Speed: Carbon. Dort neigen die Autos zum Übersteuern und überhaupt wirkt die Steuerung eher ein bisschen schwammig.

Fazit
Kaufen oder nicht kaufen? Die Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Wir selbst sind etwas hin- und hergerissen. Mit dem Wireless Racing Wheel liefert Microsoft ganz Wireless Racing Wheel Reviewklar ein cooles Produkt ab, dass zwar mit einem hohen Preis abschrenkt, aber jeden Franken bzw. Euro wert ist. Nur eignet sich das Gerät leider nicht unbedingt für jede Wohnung oder Möbelkonstellation. Wer einen Gameraum oder sonst ein Zimmer hat, wo er das Rad mit Stromanschluss und Tisch fest installieren kann, wird an diesem Produkt seine helle Freude haben. Wer nur auf dem Sofa sitzend fahren möchte, wird für diesen Preis wohl überfordert sein. Dass trotz dem Prädikat “kabellos” schlussendlich doch zwei Kabel das Lenkrad zieren ist zwar nicht unbedingt schön, aber letztendlich Entscheidungssache des Users. Für Rennspiel Freaks können wir das Rad aber nur empfehlen!


Wireless Receiver für PC bald im Handel

Christina Surer testet Wireless Racing Wheel

Xbox 360 Wireless Gaming Receiver mit Problemen

Wireless Racing Wheel mit Hitzeproblemen, MS tauscht Netzteile aus

Kabelloses Steuerrad + Headset für Xbox 360

2 Responses to “Wireless Racing Wheel Review / Test”

  1. 1
    jony
    Sagt

    guter test.weiter so jungs…

  2. 2
    jony
    Sagt

    ahh…und wo habt ihr ne x360 für ca.125 bei ebay gesehen? ich hab da nur max 199 gesehen ^^

Hinterlasse einen Kommentar: