Microsoft gegen Schwule?

Microsoft sorgt mit einer neuen Aktion wieder einmal mehr für Schlagzeilen. Der Benutzer “RichardGaywood” wurde in Xbox LIVE gesperrt, da sein Account angeblich gegen die Regeln verstoßen würde.

gaywood

Nur dumm für Microsoft, dass RichardGaywood in Wirklichkeit Richard Gaywood heißt und damit eigentlich nichts schlimmes getan hat. Aber Microsoft ist das ziemlich egal, da das Wort “gay”, also schwul im Benutzernamen steckt. In Amerika, wo man mit Themen wie Sexualität sehr sensibel umgeht, ist das schon ein Vergehen schlechthin.

Microsoft zur der Angelegenheit:
“Wir möchte, dass jeder in der Xbox-Live-Community die Möglichkeit, sich frei zu entfalten, aber wir haben auch die Verantwortung, eine sichere Umgebung zu gestalten. Natürlich ist Gaywood ein legaler Name, aber für andere Nutzer ist das nicht erkennbar. In diesem Fall hat sich ein Nutzer der Community beschwert, weil der Benutzername gegen die Regeln verstoßen würde. Es war also eine notwendige Entscheidung, denn Gamertags sind für jeden sichtbar und es wäre schwer für uns, den Eltern eines jungen Kindes das zu erklären, dass dieser Name keinen sexuellen Bezug hat.”

Beim Gamertag “TheGAYERGamer” habe man genauso gehandelt, und der liebe Herr Gaywood muss nun auch seinen Namen ändern.

Microsoft gegen Schwule? Was haltet ihr von der Geschichte? Schreibt eure Meinung in die Comments.


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4 Responses to “Microsoft gegen Schwule?”

  1. 1
    LuckyKvD
    Sagt

    Prüdes Amerika und noch schlimmer das MS auf solche Beschwerden reagiert! Traurig.

  2. 2
    Simon
    Sagt

    Ich kann mir schon vorstellen, wie so etwas passiert. MS muss wahrscheinlich jeden Tag hunderte von Gamertags irgendwelcher Kiddies löschen, die “Gay” im Namen haben. Irgendwann wird das dann eine Standardprozedur. Pech für Herr Gaywood, kein Anlass für einen Aufstand. Man sollte im Gegenteil froh sein, dass MS so strikte gegen mühsame Gamerprofile vorgeht.

  3. 3
    Andreas
    Sagt

    Microsoft ist doch nicht gegen Schwule, wenn sie solche Namen löschen. Niemand homosexuelles nennt sich bei xbl doch gay-irgendwas, so Namen sind meist diffarmierend oder zur Belustigung (auf Kosten Homosexueller) gemeint. Würden sie Namen mit sexuellen Anspielungen nicht löschen (und mal ehrlich, bei den Zahlen kann man nicht jedesmal überprüfen, ob das ein echter name ist), gäb es keine “Microsoft gegen Schwule”-Artikel, dann hieße die Überschrift “Microsoft vernachlässigt Jugendschutz”.

  4. 4
    Daniel
    Sagt

    Hm, also ich kenne mich da in der Szene nicht so aus, aber ich wüsste nicht, wie man sich als Schwuler nennen möchte, wenn nicht irgendwas mit Gay, wenn man es irgendwie der Mitwelt zeigen möchte. Ich hab schon oft genug schwule Spieler gesehen, die sich so genannt haben.

    Außerdem, was ist so schlimm am Wort gay? Faggot ist diskrimierend, aber gay eigentlich nicht. Ich finde die Begründung auch sehr komisch, denn wer stört sich schon an diesem Wort? Aber gut, Amerika ist halt absolut prüde, da wird ja sogar ein entblößter Hintern zensiert… :D

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