Die unendliche Geschichte geht weiter
Und wieder taucht Rare in unseren erlauchten Schlagzeilen auf. Und das eigentlich nur aufgrund meiner eigenen, ins Übermäßige sich steigernden Bequemlichkeit. Denn in dem Interview mit Videogamer.com, aus dem wir gestern schon die bei den Entwicklern im Hintergrund waltenden “Top Secret”-Projekte gekramt haben, lauert noch einiges mehr. Doch das zerpflücken wir nun eben im Einzelnen hier unter uns.
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Viele unter uns lechzen bekanntlich nach einer Wiederauffrischung des famosen, exzellenten und unbeschreiblichen Goldeneye, das seinerzeit auf dem glorreichen Nintendo 64 alle Shooter-Freunde wie Götterspeise bezauberte. Es führte uns alle in Mehrspieler-Lüfte, die uns damals noch unbekannt gewesen sind. Und es machte Ego-Shooter auf Konsolen vielleicht erst richtig salonfähig, etablierte den unter Freunden immer noch beliebten Split Screen-Modus und setzte auch in anderen Belangen einige Akzente. Okay, vielleicht geht das alles nicht unbedingt auf das Konto des Spiels und wir befleißigen uns einer von Trunkenheit befeuerten Glorifizierung, aber auf jeden Fall ist es ein Eintrag in den Videospiel-Geschichtsbüchern wert.
Rare (genauer gesagt Nick Burton) äußerte sich wieder einmal zu dem ganzen Hickhack um ein Release des Spiels über XBLA oder die Virtual Console. Und er machte uns wenig Mut. Denn das Problem liegt nicht im Bereich der Entwicklung, sondern innerhalb des verkrusteten, immens unflexiblen Räderwerks der Bürokratie. Und wer sein örtliches Rathaus besucht, weiß, wie lange dort die Bearbeitung simpelster Anträge dauert (oder auch nicht).
James Bond hat bekanntlich die Lizenz zum Töten. Leider ist der smarte Agent nicht nur der einzige Lizenzinhaber. Denn wie sich Burton hierzu äußert:
“That was a tricky one. To be fair, I kind of wished that the differences got sorted out, but obviously there’s the licensing issue for Bond, even if it’s something that’s already come out. It’s incredibly hard to solve because there’s so many licence holders involved. You’ve got the guys that own the license to the gaming rights now, the guys that have the licence to Bond as an IP, and there are umpteen licensees.”
Kurz gesagt: Es ist schwer eine Vereinbarung zwischen mehreren Lizenzinhabern auszuhandeln, so dass eine mögliche Veröffentlichung des Spiels drastisch erschwert wird. Wie es außerdem heißt sei der Ball nicht im Spielfeld von Rare, sondern im Bereich der Rechteverwalter. Goldeneye versickert derzeit also in einem schwer zu lokalisierenden Zwischenreich. Zwischen Himmel und Hölle. Irgendwo dazwischen.
Natürlich besteht noch Hoffnung, aber das Problem scheint nicht auf Anhieb lösbar zu sein. Deshalb lassen wir zum Schluss noch mal Rare zu Wort kommen:
“It’s probably going to go down in the annuls of gaming history as one of the big mysteries.”
PGR 100: Der Xbox 360 Wettbewerb geht weiter
Eternal Sonata: Famitsu hat’s getestet
Xbox 360: Mangel an Geräten geht weiter
Fall of Liberty: Neuer 2. Weltkrieg Shooter
Neuseeländer mit riesigem Xbox 360 Bus



